!!! TERMINVERSCHIEBUNG !!! Lesung und Filmvorführung im Kino der dffb wegen Ulrikes Erkrankung auf Januar verschoben.

Ulrike Edschmid liest einige Passagen ihres 2013 erschienenen autobiographischen Romans „Das Verschwinden des Philip S.“. Im Zuge der Lesung zeigen wir Philip W. Saubers Film „Der einsame Wanderer“, den er an der DFFB als Übungsfilm gedreht hat.

Philip Werner Sauber und Ulrike Edschmid lernten sich zu dieser Zeit an der DFFB kennen. Als Gefährten und Liebende lebten sie in der Kommune 88 und engagierten sich intensiv und immer radikaler politisch. 1970 wurden beide von der Polizei verhaftet und kamen für 4 Wochen ins Gefängnis. Philip Sauber taucht anschließend in den linken Untergrund ab und stirbt 1975 in Köln in einem Schusswechsel mit der Polizei.

„Ein junger Mann bittet zunächst um Aufnahme in einem Kloster und landet schließlich in einem Schloss, das von einem großen Park umgeben ist. Während der Schlossherr auf eine Porzellanfigur einschlägt, spielt der Wanderer alleine Domino und fügt die Steine zu einem Kreuz zusammen. Philip Sauber hatte an der Filmakademie vor unserem Rausschmiss einen Film mit dem Titel „Der einsame Wanderer“ gemacht, den ich sehr bewundere. Das ist einer der schönsten Filme, die damals entstanden sind. Philip war damals 20 Jahre alt. Ein erstaunlicher Film. Bei ihm war die Zerrissenheit zwischen ästhetischer Bestimmung und politischem Anspruch ganz deutlich.“ (Harun Farocki)

Moderiert wird die DFFB session von Hans Helmut Prinzler, dem Studienleiter der DFFB zwischen 1969 und 1979.