INFO

1980
Gisa
Schleelein
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BIOGRAFIE

Biografie

Gisa Schleelein, geboren in Freiburg/Breisgau, ist Regisseurin, Autorin, Cutterin.
Sie absolvierte eine Buchhandeslehre in Frankfurt/Main und studierte Germanistik und Theaterwissenschaften in Frankfurt und Berlin.

1980 wurde sie angenommen zum Studium an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin. Im kreativen Umfeld der s.g. Nachtschicht entstanden experimentelle Film- und Videoproduktionen. 1987 beendete sie ihr Studium mit dem Abschlußfilm: TOTES GELD, eine Koproduktion mit dem Kleinen Fernsehspiel des ZDF´s.

Es folgte eine Zeit der Mitarbeit bei verschiedenen Film und Videoproduktionen als Script, Regieassistentin, Casting, Produktionsleiterin, Standfotografin, Co-Autorin, Cutterin.

Seit 1990 realisiert Gisa Schleelein eigene kreative Dokumentarfilme als unabhängige Filmemacherin und Autorin und ist Mitglied bei der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfim: www.agdok.de/de_DE/members

Die Realisation von eigenen Ideen wurde möglich durch das Spagat mit einer gleichzeitigen kontinuierlichen Arbeit als freie Cutterin beim TV.

Fazit: „ Ich arbeite eigentlich nur meine eigenen Interessen ab.“

FILMOGRAFIE

1982 DIE TARNUNG
16mm, 10 Min., DFBB

1983 MIKADO
Episode im Seminar Elfi Mikesch, 16mm, 10 Min., DFFB

1985 THE MIRACULOUS MANDARIN
Video, 20 Min., DFFB

1987-1990 TOTES GELD
DFFB / ZDF Kl. Fernsehspiel, 50 Min. Buch, Regie
Festivals: Semaine International de Video Genf
Video Festival Den Haag
Festival des femmes Montreal
Kultursommer Mannheim

1992-1993 RUTSCHENDE BLICKE
Video und Foto Ausstellung
Literaturhaus Berlin/Young Artist Club Budapest

1995 DAS DRITTE LEBEN DER LYA DE PUTTI
B1, 3SAT, 72Min, Buch, Regie,
Produktion IDFA Amsterdam / Mediawave Györ

1996 LEGENDEN
Stoffentwicklung

1998 DER GEHÄUTETE MENSCH
MFG Drehbuchförderung

1998 LEGENDENBILDUNG
dfi Tagung Filmhaus Köln,
Konzeption und Realisation mit Mathias Heybrock/Regina Kräh,
Gäste: Theweleit, Macho, von Wysocki, Hohenberger, Mucha u.a.

2000 TATAU SAMOA
MFG, NRW, ARTE, DV auf 35 mm, 76 Min.
Buch, Regie, Produktion Lichtblick Köln/Maximage Zürich
Dokumentarfestival München /Solothurn Film Festival
Internationales Filmfestival Hawai /Ethnofilmfest Berlin

2002 DIE ZAUBERINNEN
Drehbuch nach Protokollen von Hexenprozessen

2005 7 ZIMMER
Exposé

2007 TEUFELSLAND
Mediaförderung für Projektentwicklung

2008 TEUFELSLAND
ARTE, DV, 90 Min. Buch, Regie

2009 DAS GRÜNE ZIMMER-ERBEN DER BLOCKADE
Treatment

2011 BLOKADNIKI
Ausstellungsprojekt Fotozentrum Kreuzberg

2012 HOMES
Drehbuch

2013 HOMES
Trailer, Konzept, Regie, Produktion majade

2015 VERSPRENGTE BILDER
Treatment (in Arbeit)

VIDEOS

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TRAILER: Homesmajade
Der Kinodokumentarfilm HOMES begleitet den bedeutenden schwedischen Fotografen Anders Petersen durch die Festung Europa. Getrieben von der Sehnsucht nach Begegnung ist der Künstler seit über vierzig Jahren unterwegs und erzählt in eindringlichen Schwarzweiß Fotografien von den Außenseitern der Gesellschaft. Seine Bildwelten umgibt ein dunkler Zauber.

Heute ist er das Idol einer bildbesessenen jungen Generation. Seine Workshops sind ausgebucht, seine Bücher hoch gehandelt und seine Ausstellungen viel besucht. Der Film will zeigen, wie seine berührenden Bilder entstehen.

Ausgehend von seiner persönlichen Auseinandersetzung mit sexueller und sozialer Identität fragt ihn die Filmemacherin nach der Bedeutung von Zuhause. Auf dem Weg zu einer Antwort dokumentiert sie seine visuelle Reise.

In Athen begegnet der Fotograf Afrikanern auf der Suche nach Asyl. In Rom besucht er etablierte Paare in ihren bürgerlichen Palazzi. Im Erdbebengebiet Reggio Emilia sieht er zerbrochene Häuser und Träume. Er trifft in Berlin junge urbane Reisende und in Paris die Familie von Freunden unter dem Dach der Bibliotheque Nationale anlässlich seiner großen Retrospektive. Die filmische Reise endet im Norden Europas im schwedischen Värmland, der Heimat Anders Petersens, mit der ihn schmerzliche Erinnerungen verbinden.

HOMES fragt Heimatlose und Sesshafte: Ist Zuhause heute ein Ort, ein Gefühl oder einfach nur eine Skypeadresse im virtuellen Irgendwo?
Filmausschnitt aus:
TEUFELSLAND 90 min. ARTE 2008 von Gisa Schleelein

Eine Reise auf den Spuren eines Mythos in die Weite von Lettland und Estland, wo heute noch der Werwolf umgeht.

Dem Mann wachsen spitze Zähne, ein zottiges Fell und scharfe Klauen. Dann bricht es aus ihm heraus, das wilde Tier. Eine blutrünstige Bestie, so begegnet uns heute der Werwolf im Kino. Doch für unsere Vorfahren gab es ihn wirklich. Zu Beginn der frühen Neuzeit instrumentalisierten kirchliche und weltliche Mächte den Mythos vom Werwolf, um eine neue Ordnung zu etablieren. Wie Frauen als Hexen wurden Männer als Werwölfe und Zauberer angeklagt, mit dem Teufel zu paktieren. Die finsteren Zeiten, so scheint es, liegen weit zurück, doch der Mythos lebt.

Im sagenumwobenen Livland - heute ein Teil von Lettland und Estland - geht noch immer der Werwolf um. Ieva und Andis, zwei junge Letten, folgen seinen Spuren durch postkommunistische Städte und tiefe Wälder. Sie begegnen außergewöhnlichen Menschen, die noch mit der Natur und der heidnischen Tradition verbunden sind. Ein Zauberer kann hellsehen und eine Hexe Menschen erneuern. Jäger, Waldschrat und Zwerg weisen den Weg durch ein dokumentarisches Märchen. Die filmische Reise wird verwoben mit den Forschungen zweier Wissenschaftler. Die estnische Völkerkundlerin Merili Metsvahi beleuchtet die Kulturgeschichte. Der Historiker Carlo Ginzburg entdeckt in Venedig eine ganz andere Facette des Mythos. Hinter der Anklage des Teufelspakts enthüllt er die gutartigen Werwölfe.

Wenn am Johannistag, in der hellsten Nacht des Jahres, überall im Land die Feuer brennen, feiern Jung und Alt die Sonnenwende. Dann ziehen auch die Musiker der Band „Vilcaci-Werwölfe" in die Wälder und singen die alten Lieder. Der Mythos verbindet sich mit dem Leben.
Filmausschnitt
TOTES GELD 1987 Video 50 min. DFFB/ZDF
Abschlussfilm in Koproduktion ZDF/Kleines Fernsehspiel
Experimenteller Spielfilm frei nach einem Libretto von Bela Bartok´s
„Der wunderbare Mandarin“ in dem Mick Harvey einen Killer spielt und
Thomas Kretschmann noch unbekannt war. Filmmusik von Mick Harvey,
Kamera Rolf Wolkenstein, Schnitt Gusztav Hamos und Rike Anders,
Sounddesign Frank Behnke.