INFO

1970
René
Perraudin
...
Firmenadresse:
Perraudin-Filmproduktion
Hasenheide 19
10967 Berlin

privat:
in Friedrichshain

BIOGRAFIE

1947 wurde ich in Paris geboren, mein Vater war bildender Künstler, meine Mutter Bühnenbildnerin. 1952 zogen wir nach Deutschland. Bis zum Abitur lebte ich in Freiburg, dann studierte ich Architektur an der TU in Stuttgart, anschließend von 1970 bis 1974 Film an der dffb.

Dass ich Franzose war, merkte ich vor allem daran, dass mir der Wehrdienst im Nacken saß. Eine Zeitlang konnte ich aus Studiengründen aufschieben, aber nun war Schluss. Kaum in Berlin, beantragte ich die deutsche Staatsangehörigkeit, die ich überraschend schnell erhielt. Nun schaute das französische Militär in die Röhre, und die Bundeswehr hatte in Westberlin nichts zu melden.

Die Filmakademie war das Gegenteil einer Schule: ein geradezu paradiesischer Ort, nichts war festgelegt, aber alles möglich. Es gab damals keine Unterteilung in unterschiedliche Fachbereiche, man studierte einfach Film, denn es war die Zeit der Filmemacher, und ein echter Filmemacher konnte alles. Dieser Universalismus, so anmaßend und naiv er auch sein mochte, entsprach ganz dem, wie ich mir meinen künftigen Beruf erhoffte.

Die Akademie glich einem Sudkessel, in dem Individualismus und Kreativität vermengt mit sozialem und politischem Engagement brodelte. Das Gefühl der Freiheit und keiner Kontrolle zu unterliegen, erwies sich aber als trügerisch. Schnell kam das Recht des Stärkeren auf, und besonders stark waren die doktrinären K-Gruppierungen, für die Film ausschließlich Mittel zum Zweck war.

Da auch mein Herz links schlug, verspürte ich eine gewisse Verpflichtung, an einem der marxistischen Seminare teilzunehmen. Doch als die Veranstaltung im Auswendiglernen von Maos kulturrevolutionärer Rede in Yenan gipfelte, musste ich mich leider dankend verabschieden. Auch die andere etwas weniger militante Fraktion der DDR-beseelten Westberliner (SEW) schloss sich als Alternative aus. Und überhaupt fühlte ich mich nicht dazu berufen, mit meinen Filmen dem Proletariat beizubringen, wie es den Kapitalismus zu bekämpfen habe. So dauerte es nicht lang, bis ich zu hören bekam, ich sei ein bourgeoiser Filmkünstler.
Bourgois? Hmm! Aber Filmkünstler war ja gar nicht so schlecht.

Ungeachtet meines Ganzheitlichkeitsanspruchs als Filmemacher galt meine besondere Leidenschaft der Kameraarbeit (motiviert von zwei großartigen Dozenten: Michael Ballhaus, Kamera und Helmut Herbst, Filmtrick), und so führte ich nicht nur bei den eigenen Projekten, sonder auch bei manchen Abschlussfilmen von Studienfreunden die Kamera. Zudem arbeitete ich parallel zum Studium bei mehreren Fernseh- und Kinofilmen mit, zunächst als Kameraassistent (oft von Kameramann Rolf Deppe, dffb-Absolvent), dann als zweiter Kameramann (u.a. für Edgar Reitz), gelegentlich auch als erster (u.a. für Ulrich Schamoni). Dieses ständige Learning by doing war mir sehr wichtig, und ich nutzte gern die Gelegenheiten, die sich mir in- und außerhalb der Akademie boten.

Überhaupt war der Übergang von der Studienzeit zum "echten" Berufsleben ein fließender, nicht nur durch meine Kameraarbeit. Schon im zweiten Studienjahr hatte ich mit Randolf Goldbach, einem Freund aus meinem Jahrgang, eine Produktionsfirma gegründet. Wir produzierten für den NDR Beiträge für die gerade anlaufende deutsche Version der Sesamstraße.

1974 stand mein Abschlussfilm an. "Die kleine Welt" war, wie der Titel schon andeutet, ein kleiner Film. Mit 52 Minuten wurde er so lang, wie es sich eben ergab, damals dachte ich noch nicht in Kategorien wie Kinolänge oder Sendeformat. Meine Darsteller waren Schauspielstudenten und Laiendarsteller, auch einige dffb-Studenten spielten mit. Das Team setzte sich aus Kommilitonen zusammen, denen auch ich schon bei ihren Projekten geholfen hatte und die es mir nun netterweise erlaubten, mich als Autor, Regisseur, Kameramann und Cutter – also als Filmemacher – omnipotent auszutoben. Sehr stolz war ich, als mein Film nach der Uraufführung auf dem Edinburgh-Filmfestival nach New York eingeladen wurde, wo er im Museum of Modern Art bei der Kulturveranstaltung "Berlin Now" die dffb vertrat.

Privater Exkurs: Mit meiner Lebenspartnerin Regine bin ich seit über 40 Jahren liiert, mit jahrzehntelanger Verzögerung auch verheiratet. 1977 wurde unser Sohn Yannic geboren, der heute Tonmeister ist und mich zum Opa gemacht hat, vor ein paar Tagen sogar zum zweiten Mal.

Sprung zurück: Nach dem Studium gestaltete sich die professionelle Filmarbeit zwangsläufig arbeitsteiliger, als ich es im Freiraum der dffb erlebt hatte. Doch glücklicherweise konnte ich sogar bei Auftragsproduktionen fortführen, was ich so schätzte: eine vielfältige und abwechslungsreiche Arbeitsweise innerhalb eines Teams von Freunden, mit denen ich über Jahrzehnte hinweg bei den unterschiedlichsten Projekten zusammenarbeitete, mit jeweils neu verteilten Rollen. Zwar war ich mit meiner Filmproduktion nach außen hin der offiziell Verantwortliche, aber intern wechselten die Funktionen ohne Hierarchie, und, wie die anderen auch, war ich mal Autor, mal Regisseur, mal zuständig für Produktionsorganisation, Kamera, Ton, Schnitt etc. Die Filmproduktion bestand aus einem festen Kern von 5 Leuten, weitere stießen projektweise dazu. So entstand in dieser fast familiären Arbeitgruppe ein breit gefächertes Bouquet aus Filme unterschiedlichster Genres und für unterschiedliche Auswertungszwecke. Neben mehreren Kurzfilmen und einem Kinofilm waren die meisten Arbeiten fürs Fernsehen, aber es gab auch zahlreiche privatwirtschaftliche und öffentliche Auftraggeber wie z.B. das FWU, InterNationes, die Bundesbahn oder die Lufthansa. Diese Arbeiten brachten uns Geld und somit die Möglichkeit, die eigentlichen Wunschprojekte, vorwiegend frei finanziert, realisieren zu können.

Ich arbeitete nicht nur an Filmen aus eigener Produktion, sondern auch in unterschiedlichen Funktionen für andere Produktionen, wobei ich oft meine Mitarbeiter als Kompletteam mit einbringen konnte.
Außerdem betrieb ich, quasi als Nebenprodukt zur Produktionsfirma, einen kleinen Verleih für Kamera (Eclair, Arri und Aaton), Licht, Ton (Nagra, Stellavox, DAT, Perfo-Überspielung) und Schnitt (Steenbeck).
1980 gründete ich das erste Berliner Studio für digitalen Filmschnitt,
die AvidCut Postproduction.

Die dffb hat die entscheidenden Weichen für mein Berufsleben gestellt. Der Kontakt zur Akademie blieb auch nach dem Studium bestehen. 3 Jahre, von 1976 bis 79, war ich dort Kameradozent. Während dieser Zeit ergab sich eine Zusammenarbeit mit damaligen Studenten, so mit Uwe Schrader bei 4 Kurzfilmen oder mit Werner Nitschke-Bern, für den ich einige NDR-Filme und eine Fernsehserie produzierte. Manche alten Studienfreundschaften führten zu einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit. So realisierte ich mehrere Filme, mal als Kameramann, mal als Regisseur und Sub-Produzent, mit Wolfgang Tumler, der Geschäftsführer der Aspekt Telefilm Berlin wurde und anschließend der Eikon-Film. Für Peter Leippe führte ich bei 20 seiner ZDF-Produktionen Kamera, mehrere davon schnitt ich auch. Immer wieder kam es auch zur vereinzelten Zusammenarbeit, so z.B. mit Horst Schwaab, David Slama und Axel Brandt.

Ich hatte das große Glück, einen Beruf ausüben zu können, der in der harten Realität tatsächlich weitgehend dem entsprach, was ich mir anfänglich noch recht weltfremd erträumt hatte. Jedes Projekt war verbunden mit Herausforderungen, Abenteuern und neuen Erfahrungen. Oft unterschieden sich die Arbeitsweisen grundlegend: mal arbeitete ich flexibel im 3-Personen-Miniteam, mal war ich Teil eines hundertköpfigen Apparats, der mit gewaltiger Fahrzeugkarawane unterwegs war. Meine Filmarbeit führte mich nach Asien, Afrika, Amerika und natürlich in die meisten europäischen Länder, aber ich lernte auch die hermetische Welt der Filmstudios kennen, in der man die Realität nachbaut oder sich eine neue schafft. Auch möchte ich es nicht missen, in beiden so grundverschiedenen Gattungen gleichermaßen gearbeitet zu haben, dem Spielfilm und dem Dokumentarfilm.

Seit zwei Jahren bin ich – wie nennt man das? – Rentner. Zumindest was die Arbeitszeit anbelangt, merke ich nichts davon, die Tage könnten gern doppelt so lang sein. Großen Spaß machen mir Produktionen ausländischer Stipendiaten, die ich im Auftrag von Nipkow-Programm oder dem Film- und Medienboard Berlin/Brandenburg als Mentor betreue. Gelegentlich wollen junge Musiker einen Videoclip vom coolen alten Knacker. Ein wichtiger Arbeitsbereich wurden Kompilationsfilme, die ich im Auftrag von Archiven wie das BStU oder die Stiftung Berliner Mauer erstelle, oder Filme und Multimedia-Präsentationen für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und andere Museen.
Und seit einigen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit meiner Frau. Sie ist literarische Übersetzerin und hat einen weiteren Schwerpunkt auf Übersetzungen im Bereich Film gelegt. Inzwischen haben wir für über 300 französische Filme die deutsche Sprachfassung für TV5-Monde und Arte erstellt. Besonders gern arbeiten wir an Untertitelungen von in Originalfassung belassenen Filmklassikern, wie z.B. eine Reihe von Max Ophüls-Filmen, Filme von J.L. Godard, Agnès Varda, Claude Miller, Robert Bresson u.a. Eine schöne Arbeitsteilung, bei der sie übersetzt und ich den filmisch-technischen Part übernehme. Wir arbeiten im Verbund mit französischen und deutschen Agenturen und Produktionsfirmen, darunter Alias-Film von Dagmar Jacobsen, womit sich wieder der Kreis zur dffb schließt.

Und wenn ich tatsächlich mal etwas Zeit finde, freue ich mich, Opa einer phantastischen Paulina zu sein, die gerade in die 2. Klasse gekommen ist.

(Stand: September 2015)
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Website der Perraudin-Filmproduktion
Homepage des Films "Zum Beispiel Otto Spalt"
Filmliste auf IMDB

FILMOGRAFIE

Ausführlichere Filmliste auf der Website perraudin.de unter "Filmliste"
oder bei www.imdb.com

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REGISSEUR bei 38 Filmen
(1 Kinofilm, 8 Kurzfilme, 9 Fernsehfilme, 20 Auftragfilme), so z.B.:

ZUM BEISPIEL OTTO SPALT, 1988 (Link unten)
Kinofilm mit Otto Sander, Udo Samel, Katharina Thalbach, Peter Fitz, Alfred Edel,
Irm Hermann, Rolf Zacher, Heinz Meier, Romy Haag u.v.a.

VORWÄRTS, 1990
Fernsehfilm, D: Udo Samel, Hape Kerkeling, Rosemarie Fendel, Katherina Thalbach u.a.
Von der ARD wurde ich mit der Produktion eines eigenen Remakes meines früheren Films "Rückwärts" für die deutsche TV-Präsentation in Montreux beauftragt.

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PRODUZENT der eigenen Filme und weitere 27 Auftragsfilme,
Serien und Filmreihen, so z.B.:

KLEINE PANNE, KEINE PANIK, 1986
8-teilige TV-Serie, Auftragsproduktion für NDR, R: Werner Bern

DIE NEUEN BUNDESLÄNDER, 1990/95
10-teilige Filmreihe Auftragsproduktion für InterNationes, diverse Regisseure

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AUTOR der eigenen und weiterer Filme, so z.B.:

FÜR DICH, 1983
Fernsehfilm, Co-Produktion mit SWF/HR

PFADFINDER DER GESCHICHTE, 1987
Fernsehfilm, Auftragsproduktion für SFB

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KAMERAMANN bei einem Großteil der eigenen Filmen
und bei über 70 weiteren Filmen, so z.B.:

MARIE WARD, 1985
Kinofilm, P: Hermes / Warner Brothers, R: A. Weber, D: Hannelore Elsner, Bernhard Wicki, Mario Adorf, Irm Hermann, Julia Lindig, Mathieu Carrière, Ninetto Davoli u.v.a.

DOLRES COLORADO, 1995
Fernsehfilm, R. Peter Leippe, 1995, ZDF. Eine Reise durch die USA auf den Spuren von Nabokovs Lolita. In der Hauptrolle Christian Brückner als Humbert Humbert.

DIE TÖDLICHE WAHL, 1995
3-teiliges Fernsehspiel, ZDF, Prod. Trebitsch-Holding / Studio Hamburg, R: Peter Deutsch, D: Jürgen Prochnow, Anja Kling, Gabi Dohm, Günther Maria Halmer, Dominique Horwitz, Gertraud Jesserer. u.a.

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SCHNITT UND POSTPRODUKTION
der eigenen und ca. 50 weiterer Filme, so z.B.:

KOMITAS, 1989
Kinofilm von Don Askarian

MEMORIES OF RAIN, 2004
Dokumentarfilm von Gisela Albrecht und Angela Mai, 2004.
Hauptpreis: Eine-Welt-Filmpreis des Landes NRW

STIMMEN AUS DEM DUNKEL, 2004
Filmessay von Peter Leippe, ausgehend von Walter Kempowskis Echolot.
ZDF/Märzfilm, 1. Preis Literavisionen 2005

88 – PILGERN AUF JAPANISCH, 2008
Kino-Dokumentarfilm von Gerald Koll, Verleih: Salzgeber
SILBERNER BÄR 1979
Internationale Filmfestspiele Berlin für PHANTOM
(gemeinsam mit Uwe Schrader)

BUNDESFILMPREIS 1981, Filmband in Silber für RÜCKWÄRTS

BUNDESFILMPREIS 1986, Filmband in Silber für CLOSE UP

HAUPTPREIS 1980 der Europäischen Gemeinschaft, Paris,
für PHANTOM (gemeinsam mit Uwe Schrader)

MENTION DE QUALITÉ 1986 vom Centre National de la Cinématographie,
Paris, für CLOSE UP

3 PREISPRÄMIEN von Instituto Luce, Cinecitta, Rom
für RÜCKWÄRTS (1984)
für CLOSE UP (1991)
für 10 MINUTEN BERLIN (1992)

DEUTSCHER INDUSTRIE- UND WIRTSCHAFTSFILMPREIS 1993
für DER ELEFANT UND DIE EISENBAHN (Deutsche Bahn)

MAX OPHÜLS PUBLIKUMSPREIS 1988
für ZUM BEISPIEL OTTO SPALT

ROSE VON MONTREUX 1990, VORWÄRTS, deutscher Wettbewerbsbeitrag (ARD)

Prädikate der FILMBEWERTUNGSSTELLE WIESBADEN
6 x Prädikat WERTVOLL
6 x Prädikat BESONDERS WERTVOLL
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Website der Perraudin-Filmproduktion
Homepage des Films "Zum Beispiel Otto Spalt"
Filmliste auf IMDB

NOCH MEHR...

MITGLIEDSCHAFTEN:

European Film Academy
Deutsche Filmakademie
Nipkow Programm
Freunde und Förderer der dffb
Förderer des Museums für Film und Fernsehen.
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GEDRUCKTES:

Das Edelbuch - eine Anthologie
Toi, toi, toll!
Verbrecher Verlag Berlin, 2004,
ISBN 3-935843-36-4

Trau-Schau-Wem
Konventioneller Filmschnitt - Virtueller Filmschnitt
(Die Deutsche Bibliothek - Reihe Close Up)
UVK Medien Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz, 1997
ISBN 3-89669-223-2

Fotografien in diversen Büchern:
Henschel Verlag
Deutscher Kunstverlag
u.a.

VIDEOS

Kinotrailer zu Z.B. OTTO SPALT von René Perraudin

Der Filmemacher Otto Spalt will endlich seinen Traum vom großen Spielfilm verwirklichen. Dazu fehlt ihm nur noch eine Kleinigkeit: Das nötige Geld.

Daher führt er einer grotesken Förder-Jury seine bisherigen fünf Kurzfilme vor:
Ein aufwendiger Komparsenfilm mit 5000 Darstellern (PHANTOM), ein Melodram über die richtige Richtung im Leben (RÜCKWÄRTS), ein Duell mit der Naturgewalt des Fleischlichen (BULETTE PAULI), ein vertrackter Krimi (DER MORD MIT DER SCHERE) und eine Agentenstory um Mikro- und Kartoffelchips (CLOSE UP) sollen dem Gremium die Augen öffnen und Kredite locker machen.

Otto Sander brilliert in 6-fach-Besetzung. Mit im Boot: Katharina Thalbach, Udo Samel, Alfred Edel, Rolf Zacher, Romy Haag, Irm Hermann, Heinz Meier, Harald Effenberg, Peter Fitz u.v.a.
Ausschnitte aus dem Film VORWÄRTS von René Perraudin

1980 drehte ich den Kurzfilm "Rückwärts" mit Otto Sander in der Hauptrolle, den ich anschließend als eine der Episoden in den Kinofilm "z.B. Otto Spalt" integrierte.

10 Jahre später rief Kurt Rittig, Programmdirektor der ARD-Unterhaltung an und fragte mich, ob ich ein Remake meines eigenen Films drehen wolle. Er stelle sich dies als Auftragsproduktion vor, mit dem sich die ARD in Montreux präsentieren würde. Anfänglich etwas ratlos, fand ich dann doch, es könne seinen Reiz haben, mich dem gleichen Thema mit neuen Ideen, einem neuen Drehbuch, einer anderen Besetzung, längerer Spielzeit und mit einem deutlich größeren Budget nochmals zu widmen.

Um Verwechslungen zu vermeiden, nannte ich die neue Version statt "Rückwärts" nun "Vorwärts", es ist ja eh alles relativ. Diesmal war es Udo Samel, der in der Rolle des ottO treberT eines Tages als einziger Vorwärts-Mensch in einer Rückwärts-Welt katapultiert wird. Es wurde mit rückwärts laufender Kamera gedreht. Da Udo rückwärts spielte, agierte er als einziger vorwärts.

Besetzung: Udo Samel, Rosemarie Fendel, Hape Kerkeling, Katharina Thalbach, Alfred Edel.