An alle Absolventen und Studierende der dffb!

50 JAHRE FILMGESCHICHTE DURCH DIE AUGEN UND OHREN DER DFFB

Histoire(s) du cinéma de la dffb oder: Einführung in die wahre Geschichte der dffb

Letztes Jahr haben wir, Frank Behnke und Stefan Pethke, ein Filmprojekt entworfen, welches die Film- und Fernsehakademie Berlin der letzten 50 Jahre von innen heraus beschreiben soll.
Es soll um einen Film gehen, der zeigt, wie die dffb ist, was sie war und wo bis heute eine tragende Säule steht für poetische und widerspenstige Filmkultur in Deutschland.
Einen Film, den die dffb selber macht, seit es sie gibt, und den sie sich jetzt in einer neuen Form selber zeigen will.
Einen Film also auch über das stets aktive, sympathisch-monströse Filmemacher-Kollektiv namens dffb, einen Film über 50 Jahre spezielle Filmgeschichte, ein Kaleidoskop intensiver individueller, sich immer wieder neu erfindender Ausdrücke, in dem ein Lächeln von 1977 ein anderes von 1993 grüßt, in dem eine Gedichtzeile von 2011 auf einen agitatorischen Ausruf von 1969 reagiert, in dem Chaos und Ordnung Hand in Hand gehen und in dem deutlich wird: Gelungenes entsteht nicht ohne Fehler und Fehler nicht ohne Mut.

Für diesen Film, der im Herbst 2016, zum 50. Geburtstag der dffb, seine Premiere haben soll, brauchen wir natürlich Eure Mithilfe!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns ausgewählte Filmausschnitte aus Eurem Werk zur Verfügung stellen würdet (Genaueres dazu auf Seite 2 dieses Briefes).

Mit aktuell an der dffb Studierenden möchten wir ab Herbst 2015 aus dem eingesandten Material eine Vorauswahl treffen. Auf dieser Grundlage soll im Frühjahr 2016 der Schnitt beginnen. Das Resultat, eine Art Mosaikfilm, soll wohl die historische wie personelle Vielschichtigkeit der dffb repräsentieren. Aber abgesehen von diesem eher abstrakten Ziel wollen wir uns keinen weiteren Vorgaben unterwerfen, sondern vielmehr den Inspirationen folgen, die in den Prozessen von Sichtungen und Montage entstehen.

Für Eure Unterstützung bedanken wir uns schon jetzt ganz, ganz herzlich!
Wir glauben an dieses Projekt und haben auch schon erste Ausschnitte übergeben bekommen!

Berlin, 9.5.2015

Frank Behnke & Stefan Pethke
(dffb-Jahrgang '83 bzw. '89, Dozent, Cutter und Sound Designer, bzw. Autor, Filmvermittler und Untertitler)

ANMERKUNGEN ZUR ZUSENDUNG DER FILMAUSSCHNITTE:

  1. Der (die) ausgewählte(-n) Ausschnitt(-e) sollte(-n) aus einer dffb-Produktionen der jeweiligen AbsolventInnen bzw. Studierenden stammen.
  2. Der (die) Ausschnitte sollte(-n) zwischen einer und vier Minuten lang sein. Wie Ihr diese aufteilt, bleibt Euch überlassen: Uns sind vier einminütige Ausschnitte aus vier verschiedenen Filmen ebenso willkommen wie eine einzelne Drei-Minuten-Einstellung.
  3. Über die Qualität des Materials entscheidet Ihr. Wir nehmen zum Arbeiten, was Ihr uns gebt, ob Quicktime-Datei oder DVD-Ausspielung, ob VHS oder U-Matic, Mini-DV oder Video Hi 8 etc. 16- oder 35mm müssen wir scannen, das können wir über die jeweilige Ausschnittlänge veranlassen. (Wir bitten um Verständnis, dass wir bei Hunderten zu erwartender Einsendungen keine kompletten Filme digitalisieren können. Alle gesammelten Ausschnitte könnten aber innerhalb des neuen Internet- Auftritts der dffb, in der Rubrik der Alumni-Biographien, zum Einsatz kommen.)
  4. Sofern Ihr die Ausschnitte nicht selber herstellen könnt, bitten wir Euch um eine präzise Liste mit Timecodes. Sind keine Timcodes vorhanden, gebt die Ausschnitte bitte in Echtzeit, also in Minuten und Sekunden an. (Zur Not mit kurzer Bildbeschreibung).
  5. Die Hardware mit den Ausschnitten (DVDs, Memory Sticks, Tapes etc.) bitte immer deutlich markieren mit: Name, dffb-Jahrgang, Filmtitel, Herstellungsjahr, Stabangaben (incl. Darsteller), Eure aktuelle Adresse.
  6. Die eingesandten Ausschnitte verbleiben bis zur Fertigstellung des Films beim Projekt, damit wir jederzeit reagieren können auf die unerklärlichen Tücken digitaler Verschwindungswunder.
  7. Produzentin und Rechteinhaberin des fertigen Films wird die dffb sein. Wer immer von Euch die Rechte an seinem Film, aus dem der Ausschnitt stammt, inzwischen erworben hat, sollte diese Rechte für den jeweiligen Ausschnitt und für dieses spezifische Filmprojekt (AT: Einführung in die wahre Geschichte der dffb) in einer beizufügenden Erklärung explizit freigeben.
  8. Prüft bitte auch, ob alle Personen- oder Musikrechte geklärt sind. Teilt uns etwaige Zweifel unbedingt mit.
  9. Es ist daran gedacht, den Schnittprozess zumindest in Teilen als ein Montage-Seminar an der dffb mit aktuell Studierenden durchzuführen. Die finale künstlerische Entscheidungshoheit liegt aber bei uns (Frank Behnke/Stefan Pethke). Euch sollte klar sein, dass dieses Projekt absolute Handlungsfreiheit benötigt: Von Euren Ausschnitten könnten nur wenige Sekunden zu sehen sein. Eingriffe unsererseits in Euer Material (Standbilder, Wiederholungen, Trennen von Ton und Bild, Hervorheben von Bilddetails, Hinzufügen von Voice over und/oder Textinserts usw. usf.) sollen erlaubt sein. (Alle eingesandten Ausschnitte könnten aber innerhalb des neuen Internet-Auftritts der dffb, in der Rubrik der Alumni- Biographien, in Gänze zum Einsatz kommen.)
  10. AutorInnen/RegisseurInnen/TitelwerdenimAbspanndesfertigenFilmsinalphabetischerReihenfolge aufgeführt.
  11. Die Postproduktion wird an der dffb durchgeführt.
  12. Für den fertigen Film wird ein Festivaleinsatz angestrebt, gleichzeitig soll er auf der – dann
    runderneuerten – dffb-Webseite verfügbar sein.
  13. Bitte schickt Euer Material an folgende Adresse: Behnke/Pethke c/o dffb Telefonzentrale, Potsdamerstr.
    2, D – 10785 Berlin